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Bittere Auftaktpleite trotz starker Leistung: Österreich verliert 0:1 gegen Norwegen

Ein engagierter Auftritt blieb unbelohnt: Österreichs Frauen-Nationalteam musste sich zum Start der WM-Qualifikation Norwegen knapp mit 0:1 geschlagen geben. Vor 1.480 Fans in Maria Enzersdorf entschied ein spätes Tor von Naalsund (81.) die Partie – sehr zum Ärger einer ÖFB-Auswahl, die über weite Strecken diszipliniert und mutig agierte.

Defensiv stabil, offensiv zu harmlos

Teamchef Schriebl setzte auf eine defensivere Grundordnung und ließ sein Team phasenweise mit Fünferkette agieren. Kapitänin Sarah Puntigam rückte immer wieder in die letzte Linie zurück und sorgte gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen für Stabilität. Zwar hatte Norwegen durch Ada Hegerberg früh eine gute Kopfballchance (3.), doch insgesamt verteidigte Österreich aufmerksam und mit großem Einsatz.

Allerdings offenbarte sich einmal mehr das größte Problem: die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff. Gegen die physisch starken Norwegerinnen fehlte es an Entlastung und Präzision im letzten Drittel. Hickelsberger vergab vor der Pause die beste Möglichkeit, ihr Abschluss war jedoch zu harmlos (43.).

Mehr Mut nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel trat Österreich deutlich selbstbewusster auf. Man störte früher, gewann mehr zweite Bälle und kam auch zu Möglichkeiten. Brunnthaler verpasste eine Hanshaw-Hereingabe nur knapp (54.), Schasching setzte zwei Abschlüsse über das Tor (64., 66.). In dieser Phase wäre eine Führung nicht unverdient gewesen.

Doch während Österreich die Effizienz vermissen ließ, zeigte Norwegen seine Klasse im entscheidenden Moment. Nach einer Flanke von Blakstad kam Naalsund im Strafraum ungedeckt zum Abschluss – keine Abwehrchance für Torfrau El Sherif. Ein bitterer Nackenschlag in einer Partie, in der Österreich lange auf Augenhöhe agierte.

Leistung macht Hoffnung – Ergebnis nicht

Die fünfte Niederlage im neunten Duell mit den Skandinavierinnen schmerzt, vor allem aufgrund des späten Gegentores. Dennoch darf die Leistung Mut machen: Kampfgeist, taktische Disziplin und phasenweise spielerischer Mut waren klar erkennbar.

Was jedoch bleibt, ist die Erkenntnis, dass auf diesem Niveau Kleinigkeiten entscheiden – und Chancen konsequenter genutzt werden müssen. Bereits am Samstag gegen Slowenien bietet sich die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte in der Qualifikation einzufahren.

Österreich hat gezeigt, dass es mithalten kann. Jetzt gilt es, sich dafür auch zu belohnen.