Spielverlauf

0:1 (12.) – Nach einem schnellen Umschaltmoment überspielte der LASK mit zwei Pässen das Rapid-Mittelfeld.
Sascha Horvath bereitete mustergültig vor, Moses Usor verwertete eiskalt aus kurzer Distanz.

0:2 (42.) – Kurz vor der Pause nutzte Samuel Adeniran einen erneuten Konter, traf trocken ins rechte Eck und brachte die Linzer komfortabel in Führung.

90+6. – Rapid bekam nach VAR-Eingriff einen Elfmeter zugesprochen, doch Claudy Mbuyi scheiterte an Jungwirth, der die richtige Ecke ahnte und stark parierte.

Taktische Analyse

LASK-Trainer Didi Kühbauer setzte auf seine gewohnte Dreierkette, die sich bei gegnerischem Ballbesitz flexibel zur Fünferreihe formte.
Die hohe erste Pressinglinie störte Rapids Aufbau konsequent, besonders die zentrale Achse um Bogarde und Bello schloss Räume effektiv.

Rapid fand nur schwer Lösungen zwischen den Linien.
Im Positionsspiel fehlte die Verbindung zwischen Mittelfeld und Angriff, während der LASK durch schnelles Umschalten und präzise Vertikalpässe immer wieder gefährlich blieb.

Die körperliche Präsenz und das zweikampfstarke Auftreten der Linzer machten letztlich den Unterschied.

Stimmen zum Spiel

Didi Kühbauer (LASK):

„Wenn ich den Film selbst hätte drehen dürfen, wäre er genauso verlaufen.
Niemand hat uns hier etwas zugetraut – umso mehr freut mich die Leistung meiner Mannschaft.“

Peter Stöger ( ):

„Wir haben viel Arbeit vor uns. Es gibt ein paar Baustellen im Team, die wir schnell angehen müssen.“

Mann des Spiels

Lukas Jungwirth (LASK) –
Der junge Torhüter entschärfte mehrere gefährliche Aktionen und krönte seine Leistung mit dem gehaltenen Elfmeter in der Nachspielzeit.
Er war der entscheidende Faktor für den ersten Auswärtssieg der Linzer in dieser Saison.

Rapids aktuelle Lage

Für Rapid Wien bedeutet diese Niederlage bereits die vierte Pflichtspiel-Pleite in Serie.
Das Team von Peter Stöger steht unter Druck:
Bereits am Donnerstag wartet im Play-off der Europa Conference League AC Fiorentina, ehe in der Liga das Auswärtsspiel gegen SV Ried folgt.

Aufstellungen & Daten

Rapid Wien (4-2-3-1):
Hedl – Bolla (46′ Demir), Cvetković, Raux-Yao, Horn – M. Seidl (64′ Gulliksen), Amane – Wurmbrand (78′ Tilio), Antiste (46′ Kara), Radulović (46′ Weixelbraun) – Mbuyi

LASK:
Jungwirth – Cissé, Tornich (João T.), Andrade – Jörgensen, Bogarde, Bello – Daněk (80′ Entrup), Horvath – Usor (89′ Flecker), Adeniran (67′ Lang)

Schiedsrichter: Alexander Harkam
Zuschauer: 23.337
Gelbe Karten: Demir / Bello, Jungwirth, Kühbauer (Bank)

Redaktionelle Einschätzung

Rapid hatte zwar phasenweise mehr Ballbesitz, konnte diesen aber kaum in zwingende Chancen ummünzen.
Die mangelnde Tiefenstaffelung im Angriffsdrittel und das zu statische Mittelfeld machten das Spiel der Hütteldorfer leicht ausrechenbar.

LASK hingegen überzeugte mit klarer Struktur, sauberem Umschaltspiel und einem effizienten Sturmduo Usor–Adeniran.
Der gehaltene Elfmeter von Jungwirth setzte dem Abend die Krone auf – Kühbauers Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hätte kaum besser laufen können.

Für Rapid bleibt die Suche nach Stabilität und Konstanz die zentrale Aufgabe vor dem wichtigen Europacup-Auftritt in Florenz.

Europa Journal
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Foto / Yiğit Örme

Muhabir: Haber Merkezi