Mit einer überzeugenden 5:1-Gala in der STEFFL Arena senden die Vienna Capitals eine klare Botschaft – und haben Spiel 2 fest im Visier.

VON UNSEREM EISHOCKEY-KORRESPONDENTEN|4. MÄRZ 2026, WIEN|


Es war ein Abend der Abrechnung. 4.410 Zuschauer füllten die STEFFL Arena, und was sie zu sehen bekamen, war kein zähes Pre-Playoff-Duell auf Augenhöhe, sondern eine einseitige Demonstration. Die Vienna Capitals besiegten Hydro Fehérvár AV19 mit 5:1 und gehen mit einem komfortablen Vorsprung in Spiel 2 dieser Best-of-Three-Serie.
Die Erinnerung an die Vorsaison war allgegenwärtig. Damals schieden die Caps gegen exakt denselben Gegner aus – eine Niederlage, die im kollektiven Gedächtnis des Vereins nachwirkte. Dass die Wiener ihren Pre-Playoff-Gegner in dieser Saison erstmals selbst wählen durften und sich bewusst für die Ungarn entschieden, war kein Zufall, sondern ein Signal.
Die frühe Führung durch Duquette in der 12. Minute setzte den Ton. Fehérvár fand kaum Antworten auf das hohe Pressing der Hausherren, und kurz vor der ersten Drittelpause erhöhte Gregoire auf 2:0. Die Capitals spielten mit einer Kaltblütigkeit, die man in der Vorrunde nicht immer gesehen hatte.


„Wir haben heute gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Jetzt müssen wir es in Székesfehérvár bestätigen."
LINDEN VEY, KAPITÄN VIENNA CAPITALS

Wien stand Kopf: Masters of Dirt 2026 sorgte in der Stadthalle für ein Adrenalin-Spektakel!
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Das zweite Drittel begann, wie das erste geendet hatte. Koschek nutzte eine Unachtsamkeit der ungarischen Defensive und traf zum 3:0. Fehérvár gelang durch Topscorer Anze Kuralt zwar der Anschlusstreffer zum 4:1, doch der Aufwind verpuffte rasch. Mitch Hults antwortete noch vor der zweiten Sirene mit dem 4:1 aus Capitals-Sicht.
Im Schlussabschnitt verwalteten die Wiener den Vorsprung zunächst souverän, ehe Kapitän Linden Vey in der 53. Minute den Deckel definitiv draufmachte: 5:1, und die Arena feierte einen Abend, der nach Frühling schmeckte.
Auf der Gegenseite mangelte es Fehérvár an allem, was Playoff-Eishockey verlangt: Tiefe im Kader, Effizienz in der Offensive, Nervenstärke in der Defensive. Kuralt blieb auf weiter Flur der einzige Lichtblick, doch ein einzelner Spieler vermag keine strukturellen Defizite zu überdecken. Die Statistiken des Grunddurchgangs erzählen eine ehrliche Geschichte: ligaweit die wenigsten Tore, das schwächste Powerplay, das löchrigste Penalty Killing.


TORSCHÜTZEN IM ÜBERBLICK
Duquette (VCA)
12. Min.
Gregoire (VCA)
19. Min.
Koschek (VCA)
23. Min.
Hults (VCA)
38. Min.
Kuralt (FEH)
36. Min.
Vey (VCA)
53. Min.


Am Freitag, 6. März, gastieren die Capitals in der MET Aréna Székesfehérvár. Ein Sieg bedeutet den direkten Aufstieg ins Viertelfinale. Fehérvár hingegen steht unter absolutem Zugzwang – eine zweite Niederlage wäre das Saisonaus. Die Statistik der Vorrunde spricht klar für Wien: In vier direkten Duellen entschieden die Caps drei Partien für sich.

ENDERGEBNIS
VIENNA
CAPITALS
5
HYDRO
FEHÉRVÁR
1

1. Drittel: 2:0
2. Drittel: 2:1
3. Drittel: 1:0
Zuschauer: 4.410
Spielort: STEFFL Arena
Serie: CAP führt 1:0

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Kaynak: Foto: Yiğit ÖRME - Journalist -BARIŞ ÖZTÜRK